
Das Designzentrum in der Burg im polnischen Cieszyn ist eine wichtige Anlaufstelle für Hochschulen, Professionals und Designinteressierte aus ganz Polen. Bereits seit einigen Jahren werden dort Seminare, Workshops und Ausstellungen auf hohem Niveau und meistens unter internationaler Beteiligung veranstaltet, wie zum Beispiel zuletzt mit den beiden schweizer Kollegen Monguzzi und Weingart.
In einer Reihe zu Praxis und Lehre wurde auch David Skopec eingeladen, Konzepte und Arbeiten einerseits aus seinem Studio Kognito und andererseits seiner Lehrtätigkeit an der Zürcher Hochschule der Künste vorzustellen. Die Idee dieser Veranstaltungsreihe ist es, jungen Gestalterinnen und Gestaltern die Verbindungen von Praxis und Lehre an ganz konkreten Projektbeispielen aufzuzeigen und so die Perspektiven möglicher beruflicher Werdegänge zu veranschaulichen. Das Konzept der Ausstellung, übrigens bei Kognito in Berlin entworfen, sah unter dem Titel »Designing Visual Systems« eine räumliche Teilung durch zwei inszenierte »Einschnitte« vor. Dabei wurde die Szenerie des historischen Ausstellungsraum in temporäre Korridore umfunktioniert, die sich einerseits der Praxis und andererseits der Lehre widmeten. Alle eingesetzen Materialien sollten später weiter verwertbar sein, was die Produktionskosten stark zu senken half. Insgesamt wurden nahezu 80 Bild- und Texttafeln vorgestellt.
Zusammenfassung des Konzeptes:
Visuelle Systeme
Marken, Medien, Kommunikation – es geht um die Bindemittel unseres Gemeinwesens und nicht um Unikate oder das selbstreferenzielle Artefakt. Dazu braucht es ein Team von Spezialisten, die sich durch gemeinsames Konzipieren und Entwerfen optimalen Lösungen annähern. In iterativen Schritten werden diese präzisiert und fortentwickelt; immer im engen Bezug auf Idee, Bedarf, Nutzen und den individuellen Kontext eines jeden Projektes.
Die Ausstellung fand vom 2. April bis zum 10. Mai 2009 statt und wurde durch Vorträge und Workshops in Krakau und Cieszyn ergänzt.
