Das Wissenschaftszentrum für Sozialforschung in Berlin (WZB) ist das größte Sozialforschungszentrum in Europa. Mit dem WZB verbindet uns nicht nur eine enge Zusammenarbeit in Fragen der Gestaltung und Kommunikation, sondern ebenso unsere Interessenslage; nämlich zu Themen rund um uns Menschen und die Gesellschaft in der wir leben.
Seit dem Jahr 2009 wird das neue Erscheinungsbild des WZB eingeführt, dessen Entwicklung wir mit unserem gestalterischen Konzept in einem Wettbewerb 2008 für uns entscheiden konnten. Der Kerngedanke unseres Designprogramms lässt sich im Wesentlichen mit dem Begriff „Breite Partizipation“ zusammenfassen.
Die gestalterischen Grundprinzipien folgen dabei der Idee des Verfassens und Reflektierens von Text, des Lesens und Schreibens – von links oben nach rechts unten. Zu diesem Zweck sieht unser Programm den Einsatz einer eigenen Schrift für das WZB vor, die von allen Mitarbeitern angewandt werden darf und soll. Für den Entwurf der Schrift in sechs Schnitten kooperierten wir mit dem schweizer Schriftgestalter Stefan Huber. Bei dem Namen entschied sich das WZB für „Dahrendorf“ zu Ehren von Lord Ralf Dahrendorf, der 2009 kurz nach der offiziellen Vorstellung der Schrift verstarb. Vervollständigt wird das Designprogramm durch ein eigenständiges, grafisches Element, den Quareis. Dieser steht für den Übergang verschiedener, gesellschaftlicher Zustände und ist aus einer Transformation von einem Quadrat und einem Kreis hervorgegangen.
Mit diesem Konzept folgen wir der Erfahrung, dass sich ein Erscheinungsbild nicht zwingend durch seine Regeln definiert, sondern auch, wie es von den Nutzern im Alltag gelebt wird – was übrigens ebenso den Anforderungen einer wissenschaftlichen Einrichtung sehr viel mehr entspricht. Durch die strikte Reduktion der einzusetzenden Elemente, wird das Designprogramm sehr handlich und flexibel. Dafür achteten wir darauf, dass diese Elemente einen möglichst individuellen, identitätsstiftenden und wiedererkennbaren Wert besitzen.
